Donnerstag, 30. Juli 2015

Ein Plan für die Rückreise

Mittlerweile ist ungefähr die Route in Sicht, die wir bis zum Wiedereinlaufen in die Schlei fahren wollen. Dabei sind die Wind- und Wetteraussichten für die nächsten Tage ausschlaggebend.
Heute sind wir nach Lundeborg gefahren, das sind von Nyborg aus ungefähr 2 Stunden, Antrieb lieferte der Diesel. Hintergrund war: In Nyborg war beim Start ca. 10:00 kaum Wind, während der dänische Wetterbericht zu diesem Zeitpunkt in Höhe von Marstal und Rudköbing (ca. 20 sm südlich) bereits stürmische Regenböen meldete, kaum zu glauben, aber wahr! Man konnte sie kurz nach dem Auslaufen aus Nyborg schon sehen. Eine Viertelstunde vorm Einlaufen in Lundeborg sah dann das Wetter so aus:





Die Böen sind bereits deutlich erkennbar. Doch wir erreichten Lundeborg, ohne nass zu werden. Ein kuscheliger Platz im Hafenbecken an einer Heckboje schaffte einen entspannten Hafen-Nachmittag.



Und schon fängt man wieder an Quatsch zu machen. Ach ja, der Ernst des Lebens rückt unaufhaltbar näher:



Hier also der Plan: Morgen (31.07.) geht es weiter in den Svendborgsund, wahrscheinlich nach Rantzausminde. Das ist ein guter Starthafen, um am Samstag nach Aerosköbing zu segeln. Am Sonntag oder Montag wollen wir dann von Aerö nach Schleimünde bzw. nach Maasholm fahren, das ist abhängig davon, wann der Wind uns einen bequemen Schlag ´rüber nach Deutschland ermöglicht. Mal sehen, ob alles so wird, wie wir es geplant haben...

Mittwoch, 29. Juli 2015

Nyborg - gut für die Seele und den Appetit

Zwei Hafentage haben wir jetzt in Nyborg gemacht, liegen im Stadthafen ganz weit drinnen sehr geschützt und haben unseren "Ritt" durch das Smalands Fahrwasser erst einmal gefeiert. Beide Tage waren nicht besonders für´s Segeln geeignet, starker Wind aus SW mit vielen Regenböen haben unsere Lust am Auslaufen eher gedämpft.


Richtig Spaß gemacht hat uns dagegen eine Smörebröd-Platte, die wir in einem nahen Supermarkt "Kvickli" gefunden haben. Bitte den Tropfenfänger in die Mundwinkel schieben, und - Uwe, bitte verzeih´ die Grausamkeiten - nicht neidisch werden! Dänemark liegt doch so nahe!! Das war ein Schmaus! O yeah!





Nicht bei uns, nein, beim Roller (für kleine Wege, z.B. zum Brot Kaufen) war ´ne Schraube locker. Da muss dann der "Handwerker in der Familie" ´ran. Kein Problem, der Roller rollt wieder.


Morgen schieben wir wieder ein Stück gen Süden, ´mal sehen, wo wir landen!

Dienstag, 28. Juli 2015

Teufel hat ein Ohr weniger...

... denn wir haben ihm eines abgesegelt! Aber von Anfang an: Wir saßen zwei Tage in Kalvehave fest, hatten wirklich nichts zu leiden. Die Wetterberichte waren alles andere als gut, nur am Montag, 27.07. gab es eine Chance, bei SO-Wind ein paar Meilen gen Westen gut zu machen. Allerdings, bei angekündigtem Regen, Schauer- und Gewitterböen, zunehmendem Wind auf 6 Bft. und schlechter Sicht kein Spaßtörn. Trotzdem beschlossen wir, früh aufzustehen (7:30) und warfen um 8:55 (!!) die Leinen in Kalvehave  los. Ölzeug lag griffbereit, wir waren auf alles Schlechte gefasst und hatten uns verständigt, unterwegs irgendeinen "Fluchthafen" anzulaufen, falls es zu ungemütlich würde.

Die Masnedo-Brücke bei Vordingborg/Seeland
Mit Plotter-Unterstützung über die Flachs mit unübersichtlicher Betonnung

Kurzzeitiger Nieselregen, viel Wind und schlechte Sicht


.... und der Mast passt durch!

 Anfangs war es wirklich nicht prickelnd, bis Vordingborg liefen wir gut am Wind und passierten um 10:30 die Masnedo-Brücke.

Käpt´n Hahn und...

Maatmoiselle Bonny (is over the ocean)

Also weiter! Um 15:00 hatten wir Omö fast erreicht und beschlossen, weiter zu segeln, denn das Wetter hatte sich gebessert, wir kamen mit dem starken achterlichen Wind und ziemlich ekligen Wellen einigermaßen zurecht, Regen, Gewitter und heftige Böen waren ausgeblieben, und dann war es 18:00, und wir waren fest im Hafen von Nyborg/Fünen. 55 Meilen (= fast 100 Km) hatten wir geschafft in 9 Stunden, aber wir waren erleichtert und glücklich, dass wir den Trip hinter uns hatten, Und der Teufel, ja, der hört jetzt etwas schlechter!

Sonntag, 26. Juli 2015

Sturm auf die Vorräte

Kalvehave hatten wir uns als "Abwetter-Hafen" ausgesucht, das war gut so. Zwei Sturmnächte mit ergiebigem Regen und einen Sturmtag (heute, 26.07.) haben wir gut überstanden, Windstärken von 8 Bft. mit Böen um 9 - 10 gingen hier durch, nun hoffen wir, mit den angekündigten südlichen Wind wieder ein paar Meilen gutzumachen. So eine Wartezeit im Hafen muss man sinnvoll nutzen, dafür hier  die Beispiele:



Eine geplatzte Naht in der Sprayhood schrie nach stichelnder Behandlung mit Ankes flinker Nadel. Ach, Näh!!

Dann kam zu dem Sturm noch der blöde Regen dazu: Nix mehr mit offener "Kuchenbude", alles dicht machen im Schiff!!
Auch der "Adenauer" bekam ein trockenes Plätzchen
Einige gute Mittel gegen den aufkommenden Wetterfrust finden sich in der Kühlbox, schnuppern dürft Ihr ´mal!


Frühstück wird zu "Frokost" ausgeweitet

Das "karge " Angebot

Ein leckeres "Smörebröd" mit Krabbensalat

...hier eines mit "Leverpostej"
Wenn man damit fertig ist, dreht sich  alles darum: Was gibt es denn Schönes  zum Kaffee? Der Brugsen am Hafen ist gut sortiert, dänische Kuchen sind süß und einfach lecker.


Zum `Reinbeißen
Jaja, bevor wir wegen Hafenkoller vor Wut mit dem Sturm um die Wette heulen, wird die Dosis der Nervennahrung einfach ein wenig heraufgesetzt. Und die Hoffnung braucht ja immer wieder neue Nahrung, nicht wahr?!-

Donnerstag, 23. Juli 2015

Auf dem Rückweg - laaangsam

Mit ziemlichen Bauchgrimmen sind wir nach Sichtung mehrerer Wetterberichte heute morgen von Dragör wieder nach Rödvig gestartet. Der Grund: Nichts passte! Zu viel Wind aus der falschen Richtung, Böenwarnung 7 Bft., eigentlich waren wir schon drauf und dran, im Hafen zu bleiben. Abgehalten hat uns nur die Option, u.U. weitere 3 bis 4 Tage  in Dragör hängenzubleiben. Nee, das dann doch nicht. Also allen Restmut zusammengekratzt, kleine Fock eingebaut und das Großsegel ordentlich gerefft (hierbei hilft uns der Sailtainer kolossal!), und dann ging´s hinaus aufs feindliche Meer. Und siehe da, kaum ausgelaufen, rutschte das Schiff nur so durch die Wellen, wir liefen trotz verkürzter Segelfläche meistens zwischen 6,5 und 7,5 Kn, ohne Stress, einfach Segeln pur, die Strecke Dragör bis Rödvig in 4 1/4 Std. Hat echt Spaß gemacht!! Wirklich!
Hier also Bilder von Rödvig, voll, aber sehr schön!

 
Rödvig - foll wie Ferien!

Stevens Klint

Schwesterschiff (Drabant 330)

Proviant wird an Bord gebracht

Am Tag vorher haben wir uns in Kopenhagen herumgetrieben: Per Bus in die City, dann Schusters Rappen gequält, Getümmel ohne Ende, Trubel im Shopping-Centrum, überall maritimes Flair, klar, Margarete (von Beruf Königin) haben wir natürlich auch besucht. Viele Bilder, wenig Text, seht sie Euch an:

Ein "Kaffeeturm", typisch für Kopenhagen, unser Starplatz

Erster zaghafter Blick in eine der "Shopping-Gassen"

Am Amager-Platz

Warum bloß springt der Brunnen nicht?-

Was ist hier los?-

Breakdancer in Action

Darth Maeder, wie ihn alle kennen !! (Die Spardaner kommen)

Seifenblasen

Alles geklaute Räder (für Maeder!!)

Der Nyhavn, die Flaniermeile von Kopenhagen

Frokost -heißt so, weil man fro ist, wenn´s nicht zu viel kost! (Tut´s aber!!)

Nyhavn - Reeperbahn auf dänisch

Siehe oben


Massenverschiffung


Die neue dänische Staatsoper (wo lautes Brüllen zur Kunst erklärt wird)

Springbrunnen vor Margaretes Eigenheim (Schloss Amalienburg)

Pass´ ordentlich auf (Mütze mit Soldat)
Brummzessin Anke auf dem Weg zur Audienz bei Margarete

Margarete ihre Hauskapelle

Harte Sitzbänke für adelige Ärsche

Viele Pfeiffen für majestätische Schlappohren
Soweit unser Bilderschwall aus Kopenhagen. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Kopenhagen ist wirklich eine atemberaubend schöne und lebendige Stadt, eben einfach echt dänisch! Fahrt ´mal hin!-